Balou, ein Shagya-Araber Hengst

Balou ist ein 20jähriger, sehr sanfter Elite-Hengst

 

Ja, ich möchte viel sagen. Ich weiß nicht, ob es etwas nützt, wahrscheinlich nicht, aber vielleicht doch in Einigem. Ich weiß nicht. Aber es ist schön, es einfach einmal sagen zu können, eine Stimme zu haben.

Wir kennen uns Balou, weißt Du das?

Ja, ich weiß, Du bist ein lieber Mensch. Danke, dass Du mit mir sprichst.

Was möchtest Du sagen?

Ich habe einen Traum (ganz viel Gefühl kommt in meiner Brust hoch). Ich möchte auf einer Weide stehen, alles ganz grün, andere Pferde da, muss nicht direkt bei mir sein, aber nah. Berge im Hintergrund. Bashir ist auch da (lacht). Ja, das wäre schön. Aber Weide, grün, ganz in Ruhe, nichts müssen, viel Muße, keine Enge. Einfach das Leben genießen. Das ist mein Traum. Mir geht es ja nicht schlecht hier. Aber trotzdem bin ich allein. Bashir ist weg. Weg von mir. Das verstehe ich nicht. Es war immer wichtig, ihn nah zu haben. Dann war es nicht mehr so schön, ist schon wahr. Aber ich bin jetzt allein. Und oft traurig. Ich mag es, mit Kindern zu arbeiten. Aber es ist auch anstrengend. Viel los. Keine Muße. Trotzdem fehlt es mir. Ich fühle mich oft allein. Muss kein Hengst sein. Das bedeutet mir nichts. Aber das werden sie nicht ändern. Es wäre aber schön. Und dann auf eine große, saftige Weide im Süden. Weiß nicht, wie ich auf den Süden, auf die Berge komme. Vielleicht habe ich Bilder davon empfangen. Seither denke ich daran. Das wäre so schön.

Ich freue mich sehr, dass man mir so vertraut. Zu Recht natürlich, aber das ist nicht selbstverständlich. Ich bin schon ein besonderer Hengst, ein besonderes Pferd. Ich bin auch genügsam. Aber trotzdem habe ich meinen Traum.

Ich werde sehr gut behandelt und sehr liebevoll. Alle, die mit mir zu tun haben, mögen mich gern und sind sehr lieb mit mir. Natürlich kann man auch ein wenig angeben mit mir. Nicht nur, weil ich ein toller Hengst bin, sondern ein sehr besonderer. Ein sehr besonderes Pferd. Gibt nicht viele wie mich, das weiß ich. Macht mich auch stolz. Also, ich bin kein stolzes Pferd, ganz anders als Bashir, aber dennoch, in diesen Momenten, wo sie stolz auf mich sind, bin ich es auch. Ich wäre gern wieder näher an Bashir. Er ist doch mein Freund (kleines Fragezeichen. War da was?). Ich liebe die Menschen, ich liebe die Tiere, alle. Es sind gesegnete Geschöpfe. Ich bin hier, um Liebe zu verbreiten. Ja, das kann ich hier besser, als irgendwo auf der Weide, da hast Du Recht. Aber dennoch. Ich weiß auch, dass mir das gelingt. Die Menschen nehmen etwas sehr positives mit, wenn sie bei mir sind. Vielleicht kann man das noch ausweiten. Auch sehr alte Menschen dürften mich anfassen. Für sie wäre das wie ein Wunder. Ja, alte Menschen. Das habe ich noch nie gemacht. Aber ich würde gern noch mehr Liebe, Sanftheit, Vertrauen und Freude verbreiten, als ich das jetzt tue. Das wäre eine wirkliche Lebensaufgabe. Als Alternative zur grünen Weide. Vielleicht kommt die, wenn ich alt bin. Ob es die Chance gibt? Wenn es die Chance gibt, wäre es toll, wenn sie (Ingrid) mir das sagen würde, wenn ich in der Hoffnung leben könnte, das tatsächlich eines Tages zu erleben. Ich glaube, ich hätte es auch verdient. Ich widme mein Leben den Menschen und vielleicht kann ich noch mehr tun. Es wäre auch wunderschön, Kontakt mit Fohlen haben zu dürfen. Mit meinen Kindern. Wenigstens, sie zu begrüßen. Ich würde gern meiner neuen Tochter “Hallo” sagen. Ob das geht? Ich weiß es nicht. Aber es wäre sehr schön. Ich bin ein Tier voller Liebe. Aber ich liebe auch die Ruhe.

Wenn ich mir noch etwas wünschen könnte: ich würde gern ab und zu mit einer ganz weichen Bürste “schmuse-geputzt”, lange, ruhige Bewegungen, Zeit und viel Liebe.

Ich danke Dir sehr. Und danke auch ihr. Sie schätzt mich sehr und behandelt mich gut. Es geht mir schon gut. Nur mein Traum… Alles Liebe Euch allen.

Danke Dir, Balou, Dir auch alles Liebe und ich drücke die Daumen für Deinen Traum! Das ist lieb 🙂

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Bärchen

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Silvia